KI im Polizeialltag: Wissen, Nutzen, Dienstgeheimnis wahren

Dein Guide für den sicheren Umgang mit kostenlosen KI-Tools – von der Aktennotiz bis zum Lagebild.

  • KI kann im Dienst produktiv helfen – beim Formulieren von Rapporten, Recherchieren und Strukturieren.
  • Kostenlose KI-Tools wie ChatGPT, Copilot oder Gemini bergen Risiken für das Dienstgeheimnis und den Datenschutz.
  • Aktennotizen, Lagebilder, Strafanzeigen und Personendaten gehören nicht in öffentliche KI-Systeme.
  • Ziel: sichere und bewusste Nutzung, die das Ermittlungsgeheimnis und das Öffentlichkeitsprinzip respektiert.
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Dein persönlicher Status-Check

Fünf kurze Fragen zu deinem Umgang mit KI-Tools im Dienst. Die Auswertung erfolgt komplett lokal – es werden keine Daten übertragen.

1. Wie häufig nutzt du KI-Tools im Dienst?
2. Welche Tools nutzt du?
3. Wer bezahlt den Zugang?
4. Gibst du dienstliche Daten (Rapporte, Personendaten, Lagebilder) in kostenlose KI-Tools ein?
5. Wie viel Dienstzeit sparst du pro Woche durch KI?

Ampel-Zone: Was darf in die KI?

Drei Kategorien helfen dir einzuschätzen, welche dienstlichen Inhalte du in kostenlose KI-Tools eingeben darfst – und welche dem Dienstgeheimnis unterliegen.

Erlaubt

Bedenkenlose Nutzung

  • Bereits publizierte Medienmitteilungen
  • Allgemeine Formulierungshilfe
  • Öffentlich zugängliche Informationen
  • Brainstorming ohne Dienstbezug
Vorsicht

Nur nach Prüfung

  • Vollständig anonymisierte Texte
  • Interne Entwürfe ohne Personenbezug
  • Abstrakte Strukturvorlagen
  • Texte ohne Fallnummern / Aktenzeichen
Verboten

Niemals eingeben

  • Daten von Betroffenen / Zeugen / Beschuldigten
  • Rapporte, Aktennotizen, Strafanzeigen
  • Lagebilder, Einsatzbefehle, Strategien
  • Zugangsdaten, Passwörter, Kader-/Patrouilleninfos

Risiko-Rechner

Wähle aus, welche Art von dienstlichem Inhalt du in ein kostenloses KI-Tool eingegeben hast. Du erhältst eine sofortige Risikobewertung.

Prompt-Baukasten für den Polizeialltag

Szenario-basierte Vorlagen für typische Polizeiaufgaben. Kopiere einen Prompt, passe ihn an – aber erst nach der Checkliste.

Grundprinzip

KI ersetzt keine polizeiliche Prüfung.

Jeder KI-generierte Inhalt muss durch einen Menschen überprüft und von einer zweiten Person (Kader / Kolleg:in) freigegeben werden, bevor er dienstlich verwendet wird.

✅ Checkliste vor dem Copy-Paste (Zwei-Personen-Regel)

Prüfe jeden Punkt, bevor du einen KI-generierten Text weiterverwendest.

KI-Entwurf Menschliche Prüfung Freigabe

Sachverhalt zusammenfassen

Für die Staatsanwaltschaft

Fasse den folgenden anonymisierten Sachverhalt in einem strukturierten Kurzbericht zusammen. Gliedere in: 1. Ausgangslage, 2. Feststellungen, 3. Massnahmen. Verwende eine sachliche, präzise Sprache. Ergänze keine Fakten. Text: [ANONYMISIERTER SACHVERHALT]
✓ Kopiert

Bevölkerungsmitteilung formulieren

Für die Medien / Öffentlichkeit

Formuliere eine sachliche Medienmitteilung basierend auf den folgenden bereits freigegebenen Informationen. Verwende einen neutralen, behördlichen Ton. Ergänze keine Fakten. Hinweis: Nur bereits öffentlich freigegebene Informationen verwenden. Text: [FREIGEGEBENE INFORMATIONEN]
✓ Kopiert

Einsatzbefehl strukturieren

Für die Mannschaft / Patrouille

Erstelle eine strukturierte Gliederung für einen Einsatzbefehl zum folgenden allgemeinen Szenario. Gliedere in: 1. Lage, 2. Auftrag, 3. Durchführung, 4. Einsatzmittel, 5. Verbindungen. Verwende keine vertraulichen Informationen. Szenario: [ALLGEMEINES SZENARIO]
✓ Kopiert